Die Sanierung von St. Martini – ein wichtiges, aber auch kostenintensives Unterfangen

Als fast 1000 Jahre altes Baudenkmal ist St. Martini auf eine umfassende Sanierung sämtlicher Gebäudeanteile angewiesen, um weiterhin zu bestehen.

Nach einem Schadenskataster aus dem Jahre 2002 kosten allein die Restaurierung des Außenmauerwerks und des Dachs rund 1,7 Millionen Euro. Es liegt auf der Hand, dass die Finanzkraft der Gemeinde bei weitem nicht ausreicht, diese immense Summe aufzubringen.

Die 2006 gegründete Stiftung Ratskirche St. Martini und der 1952 ins Leben gerufene Bauverein für die St. Martinikirche e. V. bemühen sich nach Kräften, aus Stiftungserträgen und Vereinskapital, durch Spendenwerbung und Akquisition von Fördermitteln die Finanzierung zu ermöglichen.

Mit großer finanzieller Hilfe von Wirtschaft und Bürgerschaft wurden von 2001 bis 2004 zunächst die Schäden am Sandsteinmauerwerk des Turms beseitigt und die Ober- sowie die Untersakristei restauriert. Die letzte umfassende Sanierungsmaßnahme lag damals rund 100 Jahre zurück.

Dieser erste und zweite Abschnitt der Sanierung des 21. Jahrunderts verursachten Kosten in Höhe von rund .... Euro.

Dass diese Baumaßnahmen überhaupt möglich wurden, ist zuallererst drei Großspendern zu verdanken: den beiden Unternehmern Wilfried Kampa und Wilhelm Fahrenkamp sowie der Sparkasse Minden-Lübbecke. Darüber hinaus erklärte sich das Presbyterium der St. Martinigemeinde bereit, zur Restfinanzierung ein Darlehen aufzunehmen.

In den Jahren 2012 und 2013 gelang es, im dritten Sanierungsabschnitt das Dach und die Fassade des gotischen Chors sowie des östlichen Zwerchhauses zu sanieren. Basis dafür, das umfangreiche Bauvorhaben beginnen zu können, war die Zusage einer Förderung in Höhe von 217.000 Euro aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm des Bundes – verknüpft mit der Bedingung, die zweite Hälfte von insgesamt 434.000 Euro aus eigener Kraft aufzubringen. Allein 50.000 Euro steuerte die Stiftung Ratskirche St. Martini bei, stolze 44.000 Euro brachte ein um Spenden bittender Brief an Gemeindeglieder ein, 17.000 Euro gab die Kirchengemeinde und letztlich fanden sich dankenswerter Weise auch genügend weitere großzügige Unterstützer, die bereit waren, die finanzielle Lücke zu schließen.

Aktuell geht es darum, nun auch den vierten Sanierungsabschnitt zu ermöglichen. Erneut hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages zugesagt, das Projekt aus dem Denkmalschutz-Sonderprogramm mit der Hälfte des erforderlichen Geldes zu fördern. St. Martini steht nun vor der schwierigen Aufgabe, insgesamt 650.000 Euro selbst aufzubringen und so den letzten der vorgesehenen vier Bauabschnitte möglich zu machen.