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Der heilige Martin – Gemälde um 1640

Der heilige Martin – Gemälde um 1640

Das große Gemälde vom Namensgeber der St. Martinikirche, gestiftet von der Familie von Sternberg um 1640, zeigt die berühmt gewordene Mantelteilung des römischen Soldaten Martinus, wie sie in der Heiligenlegende vom späteren Bischof von Tours (317-398) unter Bezug auf Matthäus 25, 31ff. erzählt wird. Es zeigt den Heiligen zu Pferd, nach oben auf den Weltenrichter Christus blickend, und vor ihm auf dem Boden den zerlumpten Bettler.

Christus, mit dem selben Mantel gekleidet, umgeben von Engeln, Aposteln und Heiligenfiguren, segnet Martin mit dem in lateinischer Sprache im Strahlenkranz des Christus gezeigten Wort „Venite Benedicti Patris Mei“ (Kommet her, ihr Gesegneten meines Vaters, Matth. 25,34). Eine Darstellung der St. Martinikirche am rechten unteren Bildrand aus dieser Zeit und zwei Stiftskanoniker am linken unteren Bildrand heben das barmherzige Geschehen in die Gegenwart der Bildbetrachtenden zur frommen Nachahmung. Glaube und Liebestat sollen um Christi willen eine Einheit sein.