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Die Orgel von 1591

Die Orgel von St. Martini Minden

Die Orgel in der St. Martinikirche gehört zu den ältesten Orgeldenkmälern im westfälischen Raum. Mit heute insgesamt 39 Registern besteht sie zu 25 Prozent aus historischen Pfeifen.

Der älteste erhaltene Bestandteil der Orgel ist das Gehäuse des Rückpositivs:

1749 nimmt der Orgelbauer Johann Joseph Mencke aus Osnabrück einen größeren Umbau vor. Das Hauptwerksgehäuse ist davon teilweise erhalten geblieben. St. Martini erhält somit die Disposition einer Barockorgel.

1891 nimmt die Firma Furtwängler & Hammer (Hannover) einen weiteren Umbau der Orgel vor. Das Äußere der Orgel wurde vollständig neu aufgebaut. Die Disposition wird dem zeitgenössischen spätromantischen Klangideal angepasst.

1946 begründen die Ideale der sogenannten „Orgelbewegung" einen weiteren Umbau durch die Orgelbauwerkstatt Emil Hammer (Hannover).

1966 erhält die Orgel durch die Orgelbauwerkstatt Gustav Steinmann (Vlotho) wieder ihren barocken Bauzustand von 1749.

1990 wird eine Neuintonation der Orgel durch Franz Rietzsch (Hannover-Hemmingen) unter Berücksichtigung der Kenntnisse über den spätbarocken Orgelbau vorgenommen.

Seit 2008 wird die Martiniorgel von Orgelbauer Jörg Bente (Helsinghausen b. Hannover) betreut.

Die wechselvolle Geschichte des Instruments ist in ihrer Vielfalt kein Mangel, sondern eine Qualität, die den geglückten Versuch darstellt, historische Substanz und heutige Kenntnisse zur Klangästhetik des Barock zu vereinen.